Eine Inside Bar ist ein Candlestick-Muster, bei dem die aktuelle Kerze vollständig innerhalb der Hoch-Tief-Spanne der vorherigen Kerze liegt. Dieses Inside Bar Candlestick Pattern signalisiert eine Phase der Konsolidierung und kann auf einen bevorstehenden Breakout hinweisen. Trader nutzen die Inside Bar gezielt für Einstiege in Trends oder Ausbrüche – besonders im Forex-Trading oder bei starken Marktbewegungen.
Manchmal sagt der Markt… – scheinbar überhaupt nichts. Doch genau darin liegt oftmals auch seine größte Aussage.
Denn wenn du lernst, diese Pausen zu erkennen – diese scheinbar „stillen Momente“ auf dem Chart – bekommst du einen deutlichen Vorteil für dein Trading. Genau darum geht’s beim Inside Bar Candlestick Pattern. Ein kleines Muster mit großer Wirkung.
Die Inside Bar Strategie ist besonders geeignet für dich, wenn du gerade anfängst zu traden und nach einem klaren, visuell leicht verständlichen Setup suchst. Kein Hexenwerk – nur Chartlogik, Timing und ein bisschen Geduld.
Was ist eine Inside Bar?
Eine Inside Bar ist ein Candlestick-Muster im Chart, bei dem sich die gesamte Preisspanne (High und Low) der aktuellen Kerze vollständig innerhalb der Spanne der vorherigen Kerze befindet. Dieses Vorgängermuster wird als Mother Bar bezeichnet, die kleinere Folgekerze als Inside Bar. Das Inside Bar Candlestick Pattern gehört zu den klassischen Konsolidierungsmustern und ist besonders bei Price-Action-Tradern beliebt.
Was signalisiert die Inside Bar?
Die Inside Bar steht für Unsicherheit oder kurzfristige Ruhe im Markt – eine Phase, in der sich Käufer und Verkäufer neutral gegenüberstehen. Oft deutet sie auf eine Konsolidierung oder Volatilitätskompression hin, was wiederum ein Hinweis darauf sein kann, dass eine stärkere Bewegung bevorsteht. Je länger der Markt in dieser engen Range verweilt, desto kräftiger fällt oft der folgende Ausbruch (Breakout) aus.
Technische Merkmale:
- Hoch der Inside Bar ist niedriger als das Hoch der vorherigen Kerze
- Tief der Inside Bar ist höher als das Tief der vorherigen Kerze
- Beide Extrempunkte befinden sich innerhalb der Mother Bar
Diese Formation kann sowohl aufwärts- als auch abwärtsgerichtet aufgelöst werden – der Kontext (z. B. Trendrichtung, Volumen, Unterstützungs-/Widerstandszonen) entscheidet über die Qualität des Signals.
Warum ist das wichtig für Trader?
Das Inside Bar Muster bietet:
- Einfache visuelle Identifikation
- Klare Einstiegspunkte beim Breakout
- Geringes Risiko, da sich der Stop-Loss eng setzen lässt
- Vielseitige Anwendung – vom Daytrading bis zum Swingtrading, auf allen Zeitebenen
Gerade für Einsteiger ist die Inside Bar eine hervorragende Möglichkeit, sich mit der Logik des Marktes vertraut zu machen, ohne auf komplexe Indikatoren zurückgreifen zu müssen.
Erkennung der Inside Bar im Chart: Merkmale und Struktur
Du kennst nun die Definition der Inside Bar. Doch wie lässt sich dieses Muster systematisch und zuverlässig im Chart identifizieren – auch in unübersichtlichen Marktsituationen?
Die Antwort: Mit einem strukturierten Blick, etwas Erfahrung und gegebenenfalls der Unterstützung geeigneter Analyse-Tools.
Das Grundmuster im Inside Bar Chart
In einem typischen Inside Bar Chart siehst du zwei Kerzen:
- Die Mutterkerze (Mother Bar): eine meist größere Kerze mit einer deutlichen Range – sie gibt den Ton an.
- Die Inside Bar: eine kleinere Kerze, die komplett innerhalb der Hoch-Tief-Spanne der Mutterkerze liegt. Sie darf das Hoch und das Tief der Mutterkerze nicht überschreiten – auch nicht minimal.
Wichtig: Es ist egal, ob die Inside Bar grün oder rot ist. Entscheidend ist ihre Position – nicht ihre Farbe.
So erkennst du eine Inside Bar – Schritt für Schritt:
- Zoom etwas raus, um ein klares Bild vom Kontext zu bekommen
- Suche nach einer größeren Kerze (die potenzielle Mother Bar)
- Prüfe, ob die nächste Kerze komplett innerhalb dieser Range liegt
- Bestätige: Inside Bar ✅
- Beobachte, wo das Ganze stattfindet: an einem Unterstützungs-/Widerstandsbereich? Innerhalb eines Trends? Nach starker Volatilität?
Je nach Marktlage sagt dir das Muster etwas anderes – dazu kommen wir gleich noch.
Nützliche Inside Bar Indikatoren und Tools
Wenn du das Pattern nicht immer manuell suchen willst (gerade als Anfänger ist das anstrengend), gibt’s clevere Helfer:
🛠️ Indikatoren und Werkzeuge, die dir helfen können:
- Inside Bar Indikator für TradingView oder MetaTrader – viele gibt’s kostenlos!
- Price Action Tools, die Inside Bars automatisch markieren
- Alerts/Benachrichtigungen bei neuen Formationen
- Scanner-Tools, die dir Märkte mit Inside Bars anzeigen (besonders praktisch für Daytrader)
Tipp: Nutze einfache gleitende Durchschnitte (z. B. EMA 20), um zu sehen, ob sich die Inside Bar im Trend befindet – das erhöht die Trefferwahrscheinlichkeit deutlich.
Die Psychologie hinter der Inside Bar
Die Inside Bar signalisiert eine Phase des Stillstands im Markt: Käufer und Verkäufer halten sich zurück, es entsteht ein kurzfristiges Gleichgewicht. Die vorherige Bewegung (repräsentiert durch die Mutterkerze) ist abgeschlossen – und der Markt tritt in eine entscheidungslose Konsolidierung ein.
Dieses Innehalten erzeugt Spannung, die sich häufig in einem dynamischen Ausbruch entlädt, sobald eine Seite wieder Kontrolle übernimmt. Die Inside Bar ist somit weniger ein Zufallsmuster als ein Ausdruck von abwartender Marktpsychologie mit hohem Reaktionspotenzial.
Bullish vs. Bearish Inside Bar: Wichtige Unterschiede
Nicht jede Inside Bar ist gleich. Es macht einen Unterschied, ob sie in einem Aufwärtstrend oder in einem Abwärtstrend erscheint – oder an einem Wendepunkt. Das Muster ist neutral, bis ein Ausbruch tatsächlich erfolgt. Vorab lässt sich keine bullische oder bärische Wahrscheinlichkeit ableiten – einzig der Kontext (Trend, Zone, Volumen) erhöht die Chance einer Breakout-Richtung.
Die Inside-Bar signalisiert zunächst nur Volatilitätskompression. Bullisch oder bärisch wird das Setup erst mit dem Schlusskurs über / unter der Mother-Range – nicht durch die bloße Lage im Trend.
Inside Bar Bullish:
- Tritt häufig in einem bestehenden Aufwärtstrend auf
- Zeigt kurzfristige Konsolidierung nach einer starken Bewegung nach oben
- Breakout erfolgt in den meisten Fällen oberhalb der Mutterkerze
- Einstiegssignal: Durchbruch des Hochs der Mother Bar
- Stopp-Loss: knapp unter dem Tief der Inside Bar
Inside Bar Bearish:
- Tritt in einem Abwärtstrend auf oder am Ende einer Aufwärtsbewegung
- Der Markt pausiert kurz, bevor es weiter nach unten geht
- Breakout erfolgt meist unterhalb der Mutterkerze
- Einstiegssignal: Durchbruch des Tiefs der Mother Bar
- Stopp-Loss: knapp über dem Hoch der Inside Bar
Das Ganze nennt man auch Bearish Inside Bar Pattern, wenn es in fallenden Märkten auftritt – ein zuverlässiges Setup für Short-Strategien.
Wichtig:
Der Kontext entscheidet. Eine bullische Inside Bar im Abwärtstrend ist kein starkes Signal – und umgekehrt genauso.
Schon jetzt merkst du vielleicht, wie viel Potenzial in diesem kleinen Muster steckt, oder? Wenn du lernen willst, wie du solche Setups gezielt nutzt, Strategien dafür entwickelst – und wie du sie mit den großen Zyklen im Markt kombinierst – dann ist unser Online-Workshop ‘Der Superzyklus’ genau dein nächster Schritt:
Inside Bar vs. Outside Bar
Wer die Inside Bar versteht, sollte unbedingt auch ihren „großen Bruder“ kennen: die Outside Bar. Beide sind Candlestick-Formationen, die auf völlig unterschiedliche Marktverhalten hinweisen – und du wirst ihnen ständig im Chart begegnen.
Inside Bar vs Outside Bar – was ist der Unterschied?
Der wesentliche Unterschied zwischen einer Inside Bar und einer Outside Bar liegt in der Ausdehnung der Kerze im Verhältnis zur vorherigen Kerze:
- Bei der Inside Bar liegt die gesamte Handelsspanne (Hoch und Tief) der aktuellen Kerze innerhalb der Handelsspanne der vorangegangenen Kerze.
- Bei der Outside Bar überschreitet die aktuelle Kerze sowohl das Hoch als auch das Tief der vorherigen Kerze – sie umfasst diese vollständig.
Die Inside Bar signalisiert eine Phase niedriger Volatilität und Konsolidierung, während die Outside Bar auf eine erhöhte Volatilität und Marktreaktion hinweist.
Inside Bar:
- Die zweite Kerze (die Inside Bar) bleibt komplett innerhalb der Range der vorherigen Kerze (der Mother Bar)
- Signalisiert: Rückzug, Abwarten, Konsolidierung
- Häufig ein Hinweis auf eine bevorstehende Trendfortsetzung oder -umkehr
Outside Bar:
- Die zweite Kerze überschreitet sowohl das Hoch als auch das Tief der vorherigen Kerze
- Sie „umschließt“ die vorige Kerze also vollständig – daher der Name Outside Bar
- Signalisiert: starke Marktreaktion, Volatilität, Richtungsentscheidung
- Oft auch „Engulfing Bar“ genannt – besonders im Zusammenhang mit Umkehrmustern
Beide Muster gehören zu den Klassikern der Price Action Analyse – und sind besonders in Kombination mit wichtigen Support-/Resistance-Zonen oder gleitenden Durchschnitten extrem wirkungsvoll.
Wann ist welche Bar relevanter?
- Die Inside Bar ist ideal für Situationen, in denen du Breakouts traden willst – du positionierst dich vor einer Bewegung.
- Die Outside Bar zeigt dir, dass der Markt bereits reagiert hat – oft impulsiv und mit hoher Dynamik. Sie kann ein sofortiges Einstiegssignal sein, aber auch eine Warnung: „Vorsicht, hier geht was ab!“
Inside Bar vs Outside Bar ist kein Entweder-oder. Beide Muster haben ihre Berechtigung – es kommt wie immer auf den Kontext an. Ein erfahrener Trader kennt beide und weiß, wann welches Signal wahrscheinlicher „zündet“.
Zusammenfassung:
| Merkmal | Inside Bar | Outside Bar |
| Position im Chart | Innerhalb der Mother Bar | Umfasst die vorherige Kerze |
| Bedeutung | Ruhe, Konsolidierung | Impuls, Marktreaktion |
| Typischer Einsatz | Vor dem Ausbruch | Bei Trendwechsel oder Umkehr |
| Volatilität | Gering | Hoch |
Fazit:
Die Outside Bar schreit – die Inside Bar flüstert.
Beide solltest du kennen, wenn du die Sprache der Charts wirklich verstehen willst.
Inside Bar Trading-Strategien
Einstiegsszenarien & Setups
Die wichtigste Frage: Wann und wie steige ich bei einer Inside Bar in den Trade ein?
Grundsätzlich gibt es zwei Herangehensweisen:
1. Konservativer Einstieg:
- Du wartest, bis der Kurs aus der Range der Mutterkerze ausbricht
- Einstieg erfolgt auf dem Bruch des Hochs (bei Long) oder Tiefs (bei Short)
- Vorteil: weniger Fehlsignale
- Nachteil: Manchmal kommt der Ausbruch spät – und du verpasst ein Stück der Bewegung
2. Aggressiver Einstieg:
- Du gehst innerhalb der Inside Bar oder direkt nach deren Schlusskurs in den Trade
- Vorteil: früherer Einstieg, besserer CRV (Chance-Risiko-Verhältnis)
- Nachteil: mehr Fehltrades möglich
Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist dein Stil und dein Risiko-Management. Und das schauen wir uns jetzt genauer an.
Inside Bar Breakout: Strategie & Chancen
Ein Inside Bar Breakout ist der Moment, in dem der Kurs die Ruhephase verlässt – also die Range der Mother Bar durchbricht.
So handelst du den Breakout richtig:
- Identifiziere eine klare Inside Bar in einem aktiven Trend oder an einer markanten Zone (z. B. Support oder Resistance)
- Setze deinen Einstieg knapp über/unter das Hoch/Tief der Mother Bar
- Platziere deinen Stop-Loss eng – dazu gleich mehr
- Bestimme dein Ziel anhand der Marktstruktur (z. B. vorheriges Hoch/Tief)
Aber Achtung: Nicht jeder Breakout hält, was er verspricht.
Inside Bar False Breakout – der Fehlausbruch
Viele Trader tappen in die Falle eines Inside Bar False Breakout (auch: Fakeout). Der Kurs bricht kurz aus der Range aus – nur um direkt danach wieder zurückzufallen. Ergebnis? Stopp ausgelöst, Trade verloren.
So schützt du dich davor:
- Handle nicht gegen die übergeordnete Trendrichtung
- Vermeide Inside Bars in seitwärts laufenden Märkten
- Achte auf Volumenbestätigung beim Ausbruch (mehr Volumen = mehr Ernsthaftigkeit)
Stop-Loss & Risiko-Management
Egal wie gut dein Setup ist – ohne sauberes Risiko-Management ist es nur eine Frage der Zeit, bis dein Konto leidet.
Wo kommt der Stop-Loss hin?
Bei einem klassischen Inside Bar Setup bieten sich zwei Varianten an:
- Direkt hinter die Inside Bar
– eng, aggressiv, optimal für Daytrader - Hinter das Extrem der Mother Bar
– weiter, konservativer, gibt dem Trade mehr Luft
Die Wahl hängt vom Marktumfeld, deinem Stil und deinem CRV ab.
Faustregel: Riskiere nie mehr als 1-2 % deines Kapitals pro Trade.
Take-Profit & Zielbestimmung
Kommen wir zur angenehmen Seite: Ziele setzen und Gewinne realisieren.
Der Take-Profit sollte immer dort liegen, wo der Markt logischerweise reagieren könnte – also an:
- Vorherigen Hochs oder Tiefs
- Markanten Unterstützungs-/Widerstandszonen
Je nach Setup kannst du auch mit Teilgewinn-Mitnahmen arbeiten:
- 50 % der Position bei Erreichen des ersten Ziels schließen
- Rest weiterlaufen lassen mit Nachziehen des Stopps (Trailing Stop)
So kombinierst du Sicherheit mit Potenzial – und genau das unterscheidet einen planlosen Trade von einem strategischen.
Inside Bar im Forex-Trading
Im Chart oben sehen wir gleich zwei Inside Bars beim Forex Handelspaar Euro / U. S. Dollar (siehe Pfeilmarkierungen).
Wenn du gerade erst ins Trading einsteigst, dann wirst du früher oder später auf den Forex-Markt stoßen – also den Handel mit Währungen. Rate mal, welches Muster dort besonders oft auftritt? Richtig: die Inside Bar. 👀
Warum ist das so?
Der Forex-Markt ist einer der liquidesten und volatilsten Märkte der Welt. Er ist rund um die Uhr geöffnet, reagiert auf politische Ereignisse, Zentralbankentscheidungen, Wirtschaftsdaten – und manchmal auch einfach nur auf Gerüchte.
Diese permanente Bewegung erzeugt regelmäßig kleine Pausen, also Konsolidierungen, in denen sich Marktteilnehmer neu sortieren. Genau in diesen Phasen entstehen besonders viele Inside Bar Forex Setups.
Warum ist die Inside Bar im Forex so effektiv?
- Klare Struktur
Forex-Paare wie EUR/USD oder GBP/USD neigen zu gut sichtbaren Bewegungen mit deutlichen Konsolidierungsphasen. Die Inside Bar bietet hier eine ideale Möglichkeit, diese Pausen zu erkennen – und die Folgereaktion zu handeln. - Häufigkeit
Aufgrund der hohen Handelsvolumina und schnellen Richtungswechsel sind Inside Bars im Forex-Chart keine Seltenheit – besonders auf den kleineren Zeiteinheiten (1h und 4h Chart). - Trendfortsetzungen
In starken Trendphasen sind Inside Bars oft nur kleine Verschnaufpausen. Wer hier den Breakout richtig timed, kann elegant auf der Welle mitreiten. - Technische Präzision
Viele Trader im Forex arbeiten rein technisch. Das führt dazu, dass bestimmte Muster – wie die Inside Bar – regelmäßig nach „Lehrbuch“ funktionieren, besonders an psychologisch wichtigen Marken.
So setzt du die Inside Bar im Forex richtig ein:
- Nutze 1-Stunden oder 4-Stunden Charts, um das Rauschen auf kleineren Zeiteinheiten zu vermeiden
- Achte auf News-Zeiten: Vor wichtigen Veröffentlichungen bilden sich oft Inside Bars – aber Achtung: Der Ausbruch kann durch Volatilität verstärkt (oder gefaket!) werden
- Handle bevorzugt in Trendrichtung – z. B. in einer EUR/USD-Aufwärtsbewegung Inside Bars, die sich über dem EMA 20 bilden
- Kombiniere die Inside Bar mit Support-/Resistance-Zonen, Fibonacci-Level oder Pivot Points – das erhöht die Aussagekraft enorm
Double Inside Bar
Wenn dir die Inside Bar schon gefällt, wirst du die Double Inside Bar lieben.
Denn sie ist wie die große Schwester – seltener, auffälliger und oft mit noch mehr Aussagekraft.
Was ist eine Double Inside Bar?
Bei der Double-Inside-Bar liegt Kerze 2 komplett in Kerze 1 (Mother); Kerze 3 liegt komplett in Kerze 2. Beide Inside-Bars verschachteln sich also quasi wie russische Puppen.
Bei der strengeren (und in Screenern üblichen) Definition muss Kerze 3 nicht nur in der Mother-Bar, sondern auch in der Range der ersten Inside-Bar liegen. Sonst handelt es sich nur um »Inside → Pause → Inside«.
Warum ist das wichtig?
Weil der Markt damit ein ganz klares Signal sendet:
„Ich pausiere – aber nur kurz – und danach passiert etwas Großes.
Je länger die Konsolidierung (also je mehr Inside Bars sich aneinanderreihen), desto mehr Energie baut sich auf. Die Double Inside Bar ist deshalb wie eine gespannte Feder – und beim Ausbruch schießt sie oft mit Kraft in eine Richtung.
Wie du die Double Inside Bar handelst
Das Grundprinzip ist identisch zur normalen Inside Bar – nur mit einem noch stärkeren Fokus auf den Breakout.
So gehst du vor:
- Identifiziere die Mutterkerze
- Stelle sicher, dass zwei (!) darauffolgende Kerzen komplett innerhalb dieser Range liegen
- Zeichne die Range der Mutterkerze ein
- Entry: Sobald der Kurs über das Hoch (für Long) oder unter das Tief (für Short) der Mutterkerze ausbricht
- Stop-Loss: Ein Stopp direkt hinter der Inside-Bar wird in volatilen Märkten wie Forex oder Indizes oft durch kleine Rücksetzer (sogenannte Mikro-Pullbacks) ausgelöst – auch wenn der Trade eigentlich in die richtige Richtung läuft. Ein bewährter Praxis-Tipp: Setze den Stopp besser 1–2 × ATR(14) unter bzw. über die Mother-Bar oder unter ein naheliegendes Hoch/Tief. Der ATR 14 (Average True Range) zeigt, wie stark sich der Markt zuletzt im Schnitt bewegt hat – so lässt sich der Stopp an die aktuelle Volatilität anpassen und besser vor Fehlausstiegen schützen.
- Take-Profit: Klassisch mit Chance-Risiko-Verhältnis (z. B. 2:1) oder anhand nächster Widerstands-/Unterstützungszonen
Wann ist die Double Inside Bar besonders stark?
- In klaren Trendmärkten (z. B. Forex oder Indizes)
- Nach einer starken Bewegung, gefolgt von dieser engen, komprimierten Seitwärtsphase
- An psychologischen Marken (z. B. runde Zahlen, Pivot Levels)
Der Ausbruch aus einer Double Inside Bar ist oft explosiv und bietet deshalb eine großartige Gelegenheit für alle, die auf Breakout-Strategien setzen.
Merke dir:
Die Double Inside Bar ist seltener als die normale Inside Bar – aber wenn du sie entdeckst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Sie ist ein Signal für Geduld und Vorbereitung – und wenn sie bricht, geht’s meistens schnell.
Häufige Fehler beim Trading mit Inside Bars
Die Inside Bar ist einfach zu erkennen, aber nicht automatisch einfach zu handeln. Viele Anfänger (und auch manche Fortgeschrittene) tappen immer wieder in dieselben Fallen.
Hier sind die häufigsten Stolpersteine und wie du sie umgehst, bevor sie teuer werden.
Fehlsignale und wann die Inside Bar trügerisch sein kann
Nicht jede Inside Bar ist ein Einstiegssignal.
Manche sind… na ja – nichts als heiße Luft.
Das passiert vor allem dann, wenn Trader das Muster isoliert betrachten, ohne den Kontext zu prüfen. Ein paar Beispiele gefällig?
Wann die Inside Bar oft versagt:
- In Seitwärtsmärkten (da gibt es keine echte Richtung – und damit auch keinen echten Ausbruch)
- Direkt vor wichtigen News (der Markt „zuckt“ kurz in beide Richtungen, nur um danach die Stops einzusammeln – Klassiker!)
- Bei niedrigem Volumen, z. B. zu Randzeiten wie nach US-Börsenschluss
Wenn du also eine Inside Bar entdeckst, frag dich zuerst:
👉 Passt das Muster zur Marktlage?
👉 Gibt es einen klaren Trend oder eine starke Zone in der Nähe?
Ohne diese Einordnung ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du einem Inside Bar Fehlsignal aufsitzt.
Tipp: Nutze Bestätigung durch Volumen, Trendrichtung und Preiszonen – und handle nicht „blind“ jede Inside Bar, nur weil sie sauber aussieht.
Zu frühe oder späte Einstiege
Kennst du das? Du siehst ein schönes Setup… zögerst… wartest… und plötzlich ist der Zug abgefahren. Oder schlimmer: Du steigst zu früh ein – und fällst direkt in den Fakeout.
Das ist besonders bei Inside Bar Breakouts ein typischer Fehler.
Zu frühe Einstiege:
- Trader steigen ein, bevor der Ausbruch passiert ist
- Der Kurs „täuscht“ einen Move an, dreht wieder um – Stopp wird getroffen
Zu späte Einstiege:
- Trader warten auf „zu viele Bestätigungen“
- Der Ausbruch ist schon weit gelaufen – schlechter Einstiegspreis, kleines Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV)
Wie du das vermeidest:
- Arbeite mit Pending Orders: z. B. Buy Stop knapp über dem Hoch der Mother Bar
- Nutze feste Regeln für den Einstieg: nicht nach Gefühl, sondern nach Plan
- Beobachte den Markt live, aber handle nach vorher definierten Levels
- Oder nutze eine Kombination aus Alarmsignalen + Watchlist, um fokussiert zu bleiben
Ein klarer Plan schlägt Emotionen – immer.
Die Inside Bar ist kein Wundermittel – aber ein verlässlicher Baustein, wenn du sie im richtigen Kontext nutzt und die klassischen Anfängerfehler vermeidest.
Denn am Ende entscheidet nicht das Muster, sondern deine Disziplin darüber, ob du profitabel wirst.
FAQ: Wichtige Fragen zur Inside Bar
Was ist der Unterschied zur Outside Bar?
Die Inside Bar liegt vollständig innerhalb der vorherigen Kerze, die Outside Bar hingegen umschließt die vorherige Kerze komplett – sie bricht deren Hoch und Tief.
Was ist eine Inside Bar und wie funktioniert sie?
Eine Inside Bar ist eine kleine Kerze, die sich komplett innerhalb der Range der Mutterkerze befindet. Sie zeigt Konsolidierung und kann auf einen bevorstehenden Ausbruch hindeuten.
Wie erkenne ich zuverlässig eine Inside Bar?
Suche nach einer Kerze, deren Hoch und Tief beide innerhalb der vorherigen Kerze liegen. Trading-Plattformen bieten oft Inside Bar Indikatoren, die das automatisch markieren.
Ist eine Inside Bar ein bullisches oder bärisches Signal?
Das hängt vom Kontext ab. Eine bullische Inside Bar entsteht meist im Aufwärtstrend, eine bärische Inside Bar im Abwärtstrend. Das Muster selbst ist neutral – die Richtung zeigt sich erst beim Breakout.
Welche Indikatoren helfen bei der Bestätigung des Musters?
Hilfreich sind z. B. Volumen-Indikatoren, gleitende Durchschnitte (z. B. EMA 20) und Trendfilter. Auch ein guter Inside Bar Indikator kann dir visuell helfen.
Wie kann ich eine Inside Bar erfolgreich traden?
Nutze die Inside Bar für Breakout-Trades, idealerweise mit dem Trend. Der Einstieg ist dann beim Bruch der Mother Bar, setze den Stop-Loss knapp außerhalb der Range – mit einem klaren Chance-Risiko-Verhältnis.
Wenn du jetzt Lust hast, deine Strategie weiterzuentwickeln, Praxis zu erleben und echte Marktzyklen zu verstehen – dann ist unser Online Workshop ‘Der Superzyklus’ dein nächster Schritt:
Hier lernst du:
- Wie du die Inside Bar live im Markt erkennst und nutzt
- Wie du die Inside Bar und andere Muster planbar und profitabel tradest
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